Studienfinanzierung: Diese Möglichkeiten gibt es

Studienfinanzierung: von den im Vergleich zu anderen Ländern sehr niedrigen Semestergebühren einmal abgesehen ist ein Studium in Deutschland eigentlich kostenlos. Dennoch entstehen für einen Studenten recht hohe Kosten, insbesondere dann, wenn sich die Hochschule nicht am Wohnort der Eltern befindet. Neben Büchern und anderem Lernbedarf müssen dann auch Miete, Lebensmittel, Telekommunikation, Mobilität und persönliche Bedürfnisse finanziert werden. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

 

Förderung durch den Staat und private Stiftungen

Die klassische Form der Studienfinanzierung ist die Förderung gemäß Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz BAFöG genannt, wobei die Förderungsdaur an die Regelstudienzeit in dem jeweiligen Studiengang gekoppelt ist. Diese Förderung richtet sich gezielt an Studierende, die nicht aus wohlhabenden Familien stammen und denen deshalb ohne staatliche Unterstützung kein Studium möglich wäre. Deshalb ist auch die Höhe der monatlichen BAFöG-Zahlung von dem Einkommen der Eltern abhängig. Nur dann, wenn der Studierende zu Beginn des Studiums bereits das 30. Lebensjahr vollendet hat oder mindestens fünf Jahre berufstätig war, wird BAFöG elternunabhängig gewährt. Außerdem wird ein eventuelles eigenes Einkommen des Studenten auf den BAFöG-Satz angerechnet. Nicht als Einkommen gilt dabei das Kindergeld, das im Studium bis zum 25. Lebensjahr bezogen werden kann. Dafür muss regelmäßig eine Studienbescheinigung vorgelegt werden. Alternativ oder ergänzend zum BAFöG kommt für viele Studierende auch ein Stipendium infrage. Diese werden von privaten Stiftungen vergeben und sind an die unterschiedlichsten Bedingungen geknüpft. So können beispielsweise mit einem Stipendium besonders begabte oder gesellschaftlich engagierte Studenten gefördert werden. Besonders interessant sind Stipendien auch für ein Auslandsstudium und Aufbaustudiengänge. Studierende, die kein BAFöG erhalten, können zudem unter gewissen Voraussetzungen Wohngeld beantragen.

 

Studium privat finanzieren

Wenn aufgrund des elterlichen Einkommens kein BAFöG oder nur ein Teilbetrag gewährt wird, ist es seitens des Gesetzgebers eigentlich vorgesehen, dass die Eltern das Studium ihres Kindes finanzieren. Allerdings ist das vielen Familien nicht möglich, da viele finanzielle Belastungen wie beispielsweise ein laufender Immobilienkredit bei der BAFöG Berechnung nicht berücksichtigt werden. In einem solchen Fall ist es meist notwendig, das Studium mithilfe von Nebenjobs zu finanzieren. Da Arbeitgeber für studentische Arbeitskräfte keine Sozialabgaben abführen müssen, sofern die Tätigkeit nur in den Semesterferien ausgeübt wird oder die Wochenarbeitszeit 20 Stunden nicht überschreitet, ist es meist nicht schwierig einen Job im Einzelhandel, in der Gastronomie oder einem anderen Bereich zu finden, der keine Ausbildung erfordert. Für Studierende höherer Semester kann auch eine hilfswissenschaftliche Tätigkeit an der Universität interessant sein, die sich auch im Lebenslauf gut macht. In manchen Studienfächern gibt es auch die Möglichkeit, ein duales Studium zu absolvieren, bei dem der Student bereits parallel zum Studium in einem Betrieb tätig ist und Gehalt bezieht.

 

Bildung dank Kredit

Für alle, die nicht anderweitig gefördert werden, ist ein Studienkredit eine interessante Alternative. Besonders bekannt ist der Bildungskredit der KfW, der allerdings nur eine Ergänzung zu anderen Finanzmitteln sein kann, da der monatliche Zahlbetrag EUR 300 nicht überschreitet und der Kredit nur über maximal zwei Jahre läuft. Studierende können aber auch bei verschiedenen Banken einen Kredit beantragen, erklärt das Portal www.kreditbeantragen.online. Ein Studienkredit ähnelt grundsätzlich einem herkömmlichen Konsumentenkredit, was die spätere Rückzahlung angeht. Die Kreditsumme wird aber bei einem Studienkredit in der Regel monatlich ausgezahlt, sodass damit die regulären Lebenshaltungskosten abgedeckt werden können. Außerdem ist der Zinssatz bei Studienkrediten meist deutlich günstiger als bei anderen Krediten, und leistungsstarke Studenten können darüber hinaus von besonderen Konditionen profitieren. Es lohnt sich deshalb, die verschiedenen Angebote zu vergleichen.

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